Führungen des Förderkreises für Heimat- und Brauchtumspflege e.V.

Im Rahmen des deutsch-französischen Begegnungsfestes 2019

 

Samstag, 22. Juni 10:00 Uhr

Treffpunkt: Einfahrt zum Gewerbegebiet
„Am Kapellenweg“ (Ortsausgang Richtung Kuhardt)

Dauer: etwa 90 Minuten

Eingeschränkt barrierefrei

Kies – die Rolling Stones vom Rhein

Führung mit Besichtigung eines Kieswerks

Gravierles Rolling Stones du Rhin

Visite guidée dans une gravière

Point de rendez-vous : Entrée à la zone industrielle « Am Kapellenweg »

Durée : env. 90 minutes

Wo auch immer wir am Rhein entlang hinkommen treffen wir auf Kies – Kiesberge, Kieswerke, Baggerseen.

Warum gerade hier? Wie kommt der Kies eigentlich so reichlich hierher? Wie bekommt er seine Form und Größe? Seit wann wird Kies hier abgebaut und was wird alles damit gemacht? Was ist das Besondere am Leimersheimer Kies?

Wie hat sich die Kies-Nutzung in unserer Region in den letzten 200 Jahren entwickelt?

All diese Fragen wird Bernhard Sefrin vom Förderkreis für Heimat- und Brauchtumspflege im Rahmen dieser Führung ansprechen.

Martin, Volker und Maximilian Pfadt geben Ihnen noch die besondere Chance, das Kieswerk „PK-PfalzKies“ in Aktion zu besichtigen und erklären die geologischen, technischen und wirtschaftlichen Aspekte der Kiesgewinnung am Oberrhein.

 

 

Samstag, 22. Juni 16:00 Uhr

Treffpunkt: An der Brücke bei der Sport- und Freizeithalle

Dauer: etwa 90 Minuten

Eingeschränkt barrierefrei

Rheinführung „Leben mit dem begradigten Rhein“

Geschichten und Geschichtliches zum Leben am und mit dem Rhein,
Einblicke – Fakten – Anekdoten.

Balade guidée : Vivre avec le Rhin rectifié

Histoires, historiettes sur la vie au bord et avec le Rhin

Point de rendez-vous : Pont près de la Halle polyvalente

Durée : environ 90 minutes

 

1817 wurden die Arbeiten zur Begradigung des Rheins von Knielingen und Neupotz her in Richtung Leimersheim weitergeführt. Dieser tiefschneidende Eingriff sollte künftig das Leben der Dörfer am Rhein grundlegend verändern.

Die Führung beginnt an der Brücke am Entwässerungsgraben bei der Sport- und Freizeithalle Leimersheim. Es geht dann über den Rheinhauptdeich in den Auwald. Dabei erfahren Sie einiges über Hochwasser und Dammbau, aber auch über die wirtschaftliche und Freizeitnutzung. An der Verkehrsader Rhein hören Sie etwas zur „Fliechebrigg“, dann geht es auf den Treidelpfad direkt am Ufer, vorbei am Denkmal-Obelisk, zum Hafen – einst einer der wichtigen Lager- und Umschlagplätze am mittleren Oberrhein.

Werner Sittinger und Gerda Reiß vom Förderkreis für Heimat- und Brauchtumspflege Leimersheim lädt Sie herzlich ein.

 

 

Sonntag, 23. Juni 13:30 Uhr

Treffpunkt: An der Brücke bei der Sport- und Freizeithalle

Dauer: etwa 90 Minuten

Eingeschränkt barrierefrei

Kräuter rund ums Fischmal

Ein (nicht nur) naturkundlicher Rundgang
um das Leimersheimer Fischmal

Les herbes au rond du « Fischmal »

Une tournée (ne pas seulement) naturaliste

Point de rendez-vous : Pont près de la Halle polyvalente

Durée : environ 90 minutes

Bei einem nicht alltäglichen Spaziergang um den ehemaligen Altrheinarm am Rand von Leimersheim entdecken Sie mit Helga und Erwin Stengelin, was so alles an diesem Biotop wächst. Nebenbei können Sie auch das eine oder andere direkt probieren, erfahren aber auch, was Sie lieber nicht in den Mund nehmen sollten.

 

 

Sonntag, 23. Juni 16:00 Uhr

Treffpunkt: Am Fähranleger Leimersheim

Dauer: etwa 90 Minuten

Eingeschränkt barrierefrei

Rheinüberquerung bei Leimersheim –
auch eine militärstrategische Frage

Croisement du Rhin près Leimersheim –
aussi une question stratégique militaire

Point de rendez-vous : Au bord du Rhin, bac de Leimersheim

Durée : environ 90 minutes

Der Rheinübergang bei Leimersheim ist bereits seit dem 12. Jahrhundert bezeugt.

Die Fähren über den Rhein waren immer wichtige Verbindungen für die Menschen links und rechts des Rheins. Das Recht für den Fährbetrieb wechselte auch im Lauf der Geschichte, zum Beispiel von Schröck (heute Leopoldshafen) nach Leimersheim.

Ganz besondere Bedeutung erhielt der befestigte Zugang zum Rhein Ende des 2. Weltkrieges, als die französische erste Armee auch bei Leimersheim den Rhein überquerte. Noch heute erinnert ein Denkmal, der Obelisk am Rheinufer, an das Ereignis des „Franchissement“.

Nach Ende des Krieges bestand bis 1998 an dieser Stelle ein mobiler Strategischer Rheinübergang, der von der US-Armee betrieben, von Zivilkräften und schließlich von der Bundeswehr bewacht und gewartet wurde. Sie sollte im Krisenfall den raschen Übergang von einer Rheinseite auf die andere sicherstellen. Nicht nur militärisch wichtig war dieser im Volksmund „Ami-Brück“ genannte Übergang. Gar mancher der Wachsoldaten fand vor Ort auch die Liebe seines Lebens und blieb in Leimersheim.

Auf dem Fußweg vom Fähranleger geben Fritz Deubig und Fritz-Gerhard Kuhn vom Förderkreis für Heimat- und Brauchtumspflege Leimersheim einen geschichtlichen Überblick.

Ziel des Weges ist der ehemalige Standort der mobilen Rheinbrücke, vorbei am Obelisk, der an die Rheinüberquerung am 2. April 1945 erinnert.